
Dr. Uta Dorothea Sauer
Beisitzer
Kurzvita
Uta Dorothea Sauer studierte Musikwissenschaft, Sächsische Landesgeschichte, Soziologie
und Psychologie an der Technischen Universität Dresden. Gefördert durch das Küchmeister-
und Lietzo’sche Familienstipendium widmete sie ihre Magisterarbeit dem Hofkapellmeister
Augusts des Starken, Johann Christoph Schmidt. Im Zuge dieser Studien forschte sie u. a. in
der British Library in London sowie im Chapitre de Saint-Thomas in Straßburg. Anschließend
war sie am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden beschäftigt und wurde
dort 2017 mit einer Dissertation zum Thema „Tanz und Repräsentation. Machtdarstellung im
Ballet de cour der Wettiner und ihrer Verbündeten im protestantischen Raum (1600–1725)“
promoviert (ESF-gefördertes Drittmittelprojekt). In diesem Kontext absolvierte sie mehrere
Forschungsaufenthalte in der Bibliothèque nationale de France (BnF) und im Institut de
Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) in Paris.
In den folgenden Jahren wirkte sie als Autorin für die „Sächsische Biografie“ (Bereich
Tanzgeschichte) des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde, arbeitete für die
rheinland-pfälzische Forschungsinitiative „Transnationale Mobilität und Migration“ (Lehrstuhl
für Internationale Geschichte der Universität Trier in Kooperation mit dem German Historical
Institute Washington, D.C.) und die Academy of Performing Arts in Prague. Darüber hinaus
war sie als Transkriptorin historischer Handschriften bei der KERN AG in Dresden und
Hongkong tätig. Seit 2022 lehrt sie das Fach Geschichte am Studienkolleg der TU Dresden.
Ihre wissenschaftlichen Interessen liegen im Bereich der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte
sowie der Bildungsgeschichte Sachsens.
Auswahl von Veröffentlichungen zur sächsischen Landesgeschichte
Als Kapellmeister am Hofe Augusts des Starken – Leben und Schaffen des Weise-Schülers
Johann Christoph Schmidt (1664–1728), in: Poet und Praeceptor. Christian Weise (1642–1708)
zum 300. Todestag, hrsg. von Peter Hesse, Dresden 2009, S. 425–436.
Genesis of the Ballettoper at the Court of Dresden (Saxony), in: Seventeenth-Century Ballet. A
Multi-Art Spectacle, ed. by Barbara Grammeniati, London 2011, pp. 102–111.
Countess Maria Aurora of Königsmarck as Poet and Dancer at the Court of Dresden,
Choreologica 10/1 (2019), pp. 68–75.
Musik und Theater am Hofe Johann Georgs I. – Oper, Ballet de cour und Singspiel als
„kursächsische Friedensbotschaften“ im Dreißigjährigen Krieg, in: Kurfürst Johann Georg I.
und der Dreißigjährige Krieg in Sachsen (Spurensuche. Geschichte und Kultur Sachsens,
Sonderband 2), hrsg. von Andreas Rutz, Joachim Schneider und Marius Winzeler, Dresden
2024, S. 228–237.
The Method of Émile Jaques-Dalcroze and Its Consequences for the Modern Dance
Development in Europe, in: Retrieving & Reconstructing the Past through Dance. Proceedings,
Conference of the Early Dance Circle 2022, ed. by Barbara Segal and Alena Shmakova, with
an introduction by Bill Tuck, Cambridge 2024, pp. 111–116