Lausitz – Balkan – Palästina: Ein sorbisches Reporterleben im 20. Jahrhundert

Der sorbische Journalist Jurij Wićaz (1899–1974) führte ein außergewöhnliches Leben in einer bewegten Zeit. Er war ein Grenzgänger in mehrfacher Hinsicht – geografisch, sprachlich und kulturell. Aufgewachsen in einem kleinen Oberlausitzer Gutsdorf, führte ihn sein Weg nach Prag, wo er als Reporter für verschiedene Zeitungen und Nachrichtenagenturen tätig war. Ab Mitte der 1920er-Jahre berichtete er als Auslandskorrespondent aus den Ländern des Balkan, bis ihn der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zur Flucht über Istanbul nach Jerusalem zwang. Seine Erinnerungen an diese turbulenten Jahre schrieb Wićaz in den 1960er-Jahren nieder, geriet dabei jedoch in Konflikt mit der Zensur in der DDR. Diese lebendigen, oft überraschend humorvollen Texte sind eine literarische wie zeitgeschichtliche Wiederentdeckung und liegen nun erstmals ungekürzt und in deutscher Übersetzung vor.
Lesung mit Dr. Friedrich Pollack (Dresden) im Klemperer-Saal der SLUB Dresden
Kooperationsveranstaltung mit dem Domowina-Verlag Bautzen
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