• Erbhuldigungen als frühmoderne Schlüsselmomente in der Begegnung von wettinischen Landesherren mit ihren kursächsischen Untertanen

    Stadtarchiv Leipzig Straße des 18. Oktober 42, Leipzig

    Erbhuldigungen gab es während der Vormoderne in ganz Europa. Als rechtsstiftende und performative Akte waren sie im Ständesystem Wegmarken beim Übergang der Macht von einem Regenten auf den nächsten. Es waren jene raren Momente direkter Interaktion, in denen das Verhältnis von Fürst und Untertanen in Gesten und Details ritualisierter Handlungsabläufe sichtbar wurde. Der Vortrag stellt…

  • Nur Jahreszahlen pauken? Historische Bildung in Sachsens Schulen im 19. und 20. Jahrhundert

    Staatsarchiv Chemnitz Elsasser Straße 8, Chemnitz

    Paukte man früheren Schüler-Generationen Geschichte nur in Form von Merkzahlen zu Schlachten und Fürsten ein, wie manche Filme und Bücher es suggerieren? Gab es neben religiöser und politischer Indoktrination im Unterricht eine Erziehung zum Nachdenken über Geschichte? Der Vortrag beschreibt längsschnittartig am Beispiel von Sachsen wesentliche Schritte der fachlichen und didaktischen Genese des Geschichtsunterrichts und…

  • Der Leipziger Altertumsverein

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    1824 zählt zu den Schlüsseljahren der frühen Altertumsforschung in Sachsen. In Leipzig wurde der Sächsische Verein für Erforschung vaterländischer Alterthümer gegründet, während nahezu zeitgleich in Dresden ein ähnlich ausgerichteter Verein entstand. Beide Gründungen zeigen das wachsende Interesse an der Erforschung der Kulturgeschichte, an archäologischen Funden und an der systematischen Dokumentation regionaler Altertümer. Während der Dresdner…

  • Das mittelalterliche Steinkreuz von Burkhardswalde (Gemeinde Müglitztal)

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Die Steinkreuzforschung hat eine lange und intensive Geschichte in Sachsen. Dr. G. A. Kuhfahl widmete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts intensiv dieser Gattung von Kleindenkmälern. Seither dokumentiert und publiziert das Landesamt für Archäologie Sachsen die noch erhaltenen Steinkreuze, aber auch Abgänge wie Zugänge. Im Frühjahr 2024 gelang es, ein vor längerer Zeit gefundenes stark…

  • Marie Simon – „das beste Vorbild der werkthätigen Barmherzigkeit, energisch, einsichtsvoll und ausdauernd“

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Mit den im Vortragstitel zitierten Worten lobte Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes, Marie Simon und ihren humanitären Einsatz im Sommer 1866 nach der Schlacht von Königgrätz. Wie so viele Frauen, die Hervorragendes geleistet haben, wurde die seit 1852 in Dresden lebende Sorbin Marie Simon (1824-1877) nach ihrem Tod weitgehend vergessen. Der Vortrag schildert…

  • Werkstattgespräche: Aktuelle Projekte unserer Mitglieder

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Dieses neue Format stellt aktuelle Projekte unserer Vereinsmitglieder in den Mittelpunkt. In Kurzpräsentationen werden laufende Forschungen vorgestellt und gemeinsam erörtert. Bei Interesse kann das Format über 2026 hinaus fortgesetzt werden. Dr. Bernd Kunzmann: Die Besiedlung der Erzgebirgsregion im ausgehenden Hochmittelalter - Aufstieg und Abstieg siedlungsführender kleiner Herrschaftsträger Andreas Bednara: Geschichte des Schönfelder Schlosses Carla Schmidt:…

  • Sommerfest

    Rochlitz

    Wir freuen uns auf interessante Begegnungen in der Stadt des roten Porphyr Rochlitz. Der Oberbürgermeister und der Rochlitzer Geschichtsverein werden uns Geschichte und Gegenwart näherbringen. Bei einer Führung durch eine der ältesten Burgen Sachsens mit ihren weithin sichtbaren Jupen erfahren wir mehr über die wechselvolle Geschichte der Stadt. Der Rochlitzer Geschichtsverein zeigt uns bei einem…

  • „Die Sache der Griechen, die Sache Europas“ – Sächsische Unterstützung des griechischen Befreiungskampfes (1821-1829)

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Der Aufstand der Griechen gegen die türkische Fremdherrschaft löste im Frühjahr 1821 einen europaweiten Impuls der Solidarität aus. In Deutschland riefen zwei Leipziger Professoren als Erste öffentlich zur Unterstützung Griechenlands auf, womit Sachsen zu einem Zentrum philhellenischer Aktivitäten wurde. Unter dem Druck der konservativen Regierung wurden Sachsens Philhellenen ab Herbst 1821 in die Halblegalität gedrängt,…

  • Jüdische Räume in Sachsen – digital

    Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), Klemperer-Saal Zellescher Weg 18, Dresden

    Wo war jüdisches Leben in Sachsen in der Vergangenheit sichtbar? Wie lässt es sich heute im digitalen Raum wieder präsent machen? Diesen und anderen Fragen widmete sich ein Seminar am Institut für Geschichte der Technischen Universität Dresden im Wintersemester 2025/26 unter Anwendung von Methoden der Spatial Humanities. Die Ergebnisse werden durch studentische Projektgruppen vorgestellt. Vortrag…

  • #Geschichtsvereine26 – Heimatforschung und Schule

    Sächsischer Landtag Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, Dresden

    In vielen Gemeinden Sachsens wird heimatkundliche und ortschronistische Arbeit geleistet. Mit großem Engagement analysieren Geschichtsvereine Quellen und betreuen Dokumentationen und Sammlungen. Auch unter jungen Menschen sind das Geschichtsinteresse und der eigene Forschergeist groß. Die Beteiligung am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und an den Sächsischen Jugendgeschichtstagen geben davon beeindruckendes Zeugnis. Wie können die Ergebnisse der Jugendprojekte in…

  • Die Renaissance-Festung Dresden. Ein historischer Überblick zur neuzeitlichen Befestigung der heutigen Altstadt

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    In der Mitte des 16. Jahrhunderts ließ Kurfürst Moritz seine Residenzstadt Dresden auf die damals modernste Weise befestigen. Dabei transferierte er Wissen quer durch Europa, das in Dresden schöpferisch angewandt wurde, noch bevor die von ihm andernorts gesehenen Bauten fertiggestellt waren. Ausgehend von den Vorbildern in Flandern erläutert der Vortrag die verschiedenen Bauphasen der Festung…

  • Lausitz – Balkan – Palästina: Ein sorbisches Reporterleben im 20. Jahrhundert

    Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), Klemperer-Saal Zellescher Weg 18, Dresden

    Der sorbische Journalist Jurij Wićaz (1899–1974) führte ein außergewöhnliches Leben in einer bewegten Zeit. Er war ein Grenzgänger in mehrfacher Hinsicht – geografisch, sprachlich und kulturell. Aufgewachsen in einem kleinen Oberlausitzer Gutsdorf, führte ihn sein Weg nach Prag, wo er als Reporter für verschiedene Zeitungen und Nachrichtenagenturen tätig war. Ab Mitte der 1920er-Jahre berichtete er…