• Der königlich sächsische Hausorden der Rautenkrone. Verfasstheit und Verleihungspraxis eines Hausordens des 19. Jahrhunderts

    Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), Klemperer-Saal Zellescher Weg 18, Dresden

    Der königlich sächsische Hausorden der Rautenkrone – 1807 durch König Friedrich August I. gestiftet – gehörte im 19. Jahrhundert zu den wenigen herausragenden Hoforden in Europa. Doch tiefergehende Studien der gut überlieferten Geschichte des Ordens stellen noch heute in Teilen ein Desiderat dar. Das Referat rückt nun den Orden, dessen Genese und Statuten sowie die…

  • Kulturelles Erbe des Vogt- und Egerlandes

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Professur für Europäische Regionalgeschichte stellen das an der TU Chemnitz angesiedelte, interdisziplinäre Forschungsprojekt zum kulturellen Erbe des Vogt- und Egerlandes vor. Im Mittelpunkt stehen Teilprojekte zum regionalen Niederadel in der Vormoderne sowie im langen 19. Jahrhundert wie auch zum Deutschen Orden in der Ballei Thüringen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden bis 2027…

  • Natürlich sächsisch? Raumordnung und Naturforschung in der frühneuzeitlichen historia naturalis

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Seit dem 16. Jahrhundert fand in humanistischen Zirkeln eine verstärkte Beschäftigung mit der heimischen Natur statt. Der Bezug auf das Lokale war dabei Programm: Es ging darum, gewissermaßen vor der Haustür einen Beitrag zum größeren Projekt der Naturgeschichte zu leisten. Wann begann der Name Sachsen dabei eine Rolle zu spielen? Und inwiefern war die Naturgeschichte…

  • Verleihung des Hubert-Ermisch-Preises für Geschichte und Kultur Sachsens 2025

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    mit Vortrag zur preisgekrönten Arbeit im Hauptstaatsarchiv Dresden   Preisträger 2025: Franz Leopold (Leipzig) für seine Staatsexamensarbeit "Flut und Segen. Die Rolle des Wassers in der frühneuzeitlichen Bergstadt Schneeberg"   anschließend Mitgliederversammlung   Beitragsbild: Porträt von Hubert Ermisch, Robert Sterl, 1922

  • Was blieb und was änderte sich? Die rechtliche Sonderstellung der Oberlausitz im Königreich Sachsen (1806-1918)

    Museum der Westlausitz Pulsnitzer Straße 16, Kamenz

    Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildete das Königreich Sachsen keinen einheitlichen Staat, sondern bestand noch immer aus mehr oder weniger lose miteinander verbundenen Territorien, die sich untereinander oftmals als Ausland betrachteten. Ein besonders hohes Maß an Eigenständigkeit hatte sich hierbei die Oberlausitz als wichtigstes sächsisches Nebenland bewahrt. Doch spätestens mit der sächsischen Verfassung von…

  • Rätsel um die Chemnitzer Mikwe – Neue Erkenntnisse und Vermutungen

    smac - Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz Stefan-Heym-Platz 1, Chemnitz

    Der Fund einer frühneuzeitlichen Kellermikwe bei Ausgrabungen in der Chemnitzer Johannisvorstadt hat 2022 für große Überraschung gesorgt. Der historische Arbeitskreis der AG Mikwe Chemnitz hat sich daraufhin in die Archive begeben und bekannte und unbekannte Quellen durchgesehen. Nun stellt er neue Hypothesen vor, die erklären könnten, warum ein solches jüdisches Ritualbad in einer Stadt gebaut…

  • Bildung ohne Grenzen: Sorbisches Schulwesen in der Tschechoslowakei nach 1945

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten sorbische Jugendliche aus der Lausitz für einige Jahre die Möglichkeit, in Nordböhmen (Tschechoslowakei) Schulen zu besuchen, in denen sie in ihrer Muttersprache unterrichtet wurden. Diese grenzüberschreitende Bildungsinitiative fiel in eine von heftigen geopolitischen Umbrüchen und sozialen Herausforderungen geprägte Zeit. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe, Motive und Folgen dieser tschechisch-sorbischen…

  • Erbhuldigungen als frühmoderne Schlüsselmomente in der Begegnung von wettinischen Landesherren mit ihren kursächsischen Untertanen

    Stadtarchiv Leipzig Straße des 18. Oktober 42, Leipzig

    Erbhuldigungen gab es während der Vormoderne in ganz Europa. Als rechtsstiftende und performative Akte waren sie im Ständesystem Wegmarken beim Übergang der Macht von einem Regenten auf den nächsten. Es waren jene raren Momente direkter Interaktion, in denen das Verhältnis von Fürst und Untertanen in Gesten und Details ritualisierter Handlungsabläufe sichtbar wurde. Der Vortrag stellt…

  • Nur Jahreszahlen pauken? Historische Bildung in Sachsens Schulen im 19. und 20. Jahrhundert

    Staatsarchiv Chemnitz Elsasser Straße 8, Chemnitz

    Paukte man früheren Schüler-Generationen Geschichte nur in Form von Merkzahlen zu Schlachten und Fürsten ein, wie manche Filme und Bücher es suggerieren? Gab es neben religiöser und politischer Indoktrination im Unterricht eine Erziehung zum Nachdenken über Geschichte? Der Vortrag beschreibt längsschnittartig am Beispiel von Sachsen wesentliche Schritte der fachlichen und didaktischen Genese des Geschichtsunterrichts und…

  • Der Leipziger Altertumsverein

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    1824 zählt zu den Schlüsseljahren der frühen Altertumsforschung in Sachsen. In Leipzig wurde der Sächsische Verein für Erforschung vaterländischer Alterthümer gegründet, während nahezu zeitgleich in Dresden ein ähnlich ausgerichteter Verein entstand. Beide Gründungen zeigen das wachsende Interesse an der Erforschung der Kulturgeschichte, an archäologischen Funden und an der systematischen Dokumentation regionaler Altertümer. Während der Dresdner…

  • Das mittelalterliche Steinkreuz von Burkhardswalde (Gemeinde Müglitztal)

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Die Steinkreuzforschung hat eine lange und intensive Geschichte in Sachsen. Dr. G. A. Kuhfahl widmete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts intensiv dieser Gattung von Kleindenkmälern. Seither dokumentiert und publiziert das Landesamt für Archäologie Sachsen die noch erhaltenen Steinkreuze, aber auch Abgänge wie Zugänge. Im Frühjahr 2024 gelang es, ein vor längerer Zeit gefundenes stark…

  • Marie Simon – „das beste Vorbild der werkthätigen Barmherzigkeit, energisch, einsichtsvoll und ausdauernd“

    Hauptstaatsarchiv Dresden Archivstraße 14, Dresden

    Mit den im Vortragstitel zitierten Worten lobte Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes, Marie Simon und ihren humanitären Einsatz im Sommer 1866 nach der Schlacht von Königgrätz. Wie so viele Frauen, die Hervorragendes geleistet haben, wurde die seit 1852 in Dresden lebende Sorbin Marie Simon (1824-1877) nach ihrem Tod weitgehend vergessen. Der Vortrag schildert…